Wüstenwandern

 

Einsamkeit ist die erste Stufe der goldenen Treppe, die zur Glückseligkeit führt.....der Weg zum Ruhm geht über Paläste, der zum Glück über Basare, der Weg zur Weisheit aber führt über Einöden.

Erhard Kästner, Zeltbuch von Tumilat

 

Wüstenwandern ist für mich eine besondere Form des Reisen. Es ist nicht nur das Reisen und Kennenlernen einer Landschaft, sondern es ist viel mehr eine Reise zu sich selber. Die Sahara ist keine Landschaft der Ablenkung, man hat Zeit sich mit sich selber zu beschäftigen, ein Gut welches in unsere Gesellschaft sehr selten geworden ist. In der heutigen Gesellschaft agiert man zu oft auf Aussen, das Leben ist geprägt von Regeln, Vorschriften, der Druck der Allgemeinheit auf sein Verhalten ist enorm und man schafft es kaum sich etwas frei zu schwimmen.

In der Wüste beim Laufen, ist das vom ersten Schritt an anders. Man ist alleine, man fängt an seinen Gedanken nachzugehen, nimmte den eigene Körper anders wahr. Man schläft im Freien, man nimmt nichts überflüssiges mit, reduziert sich auf das Wichtigte.

Wer sich auf das Wagnis Wüstenwandern einlässt, entdeckt nicht nur eine uns fremd gewordene Natur, sondern erfährt ein gutes Stück über sich selbst und kommt als reicher Mensch zurück!

Die grösste Schwierigkeit ist beim Wandern durch die Wüste ist das Wasser. man kann nur begrenzt Wasser tragen und sollte sich vorher sehr genau bei den Nomaden der Region erkundigen wo genau Brunnen sind. Nicht alle auf Karten eingetragen Brunnen haben noch Wasser!

Ansonsten reicht ein guter Rucksack (Ich reise gerne mit dem Ortlieb Elevation- sehr leicht und angenehm zu tragen), ein guter Schlafsack, Essen für die geplanten Tage, Sonnnenschutz, bequeme Sandale (da geht der Sand beim Laufen wieder raus), einen Kompass, Stirnlampe, Sackmesser und ich nehme immer einen Wasserfilter mit um eventuell auch dreckiges Wasser zu trinken zu können.

Wüstenwandern ist ein wenig wie Meditation. Man läuft los, am Anfang fällt es schwer Schritt für Schritt zu gehen, die Gedanken laufen quer durch einander aber dann , nach ein paar Stunden Wüste (manchmal auch Tage) , werden die Gedanken ruhig, man läuft automatisiert und geht einfach!

Hat man einen Führer dabei, was durchaus manchmal Sinn macht, kommt es nicht darauf an Smalltalk zu halten. Die schönsten Momente meiner Reisen durch die Sahara, sind oft die gewesen, wenn man mit der Sonnen aufsteht, ein kleines Feuer entfacht, Tee zubereitet und diesen wortlos mit seinen Reisepartner wortlos trinkt.

Anschliessen packt man seine Gepäck und zieht weiter.

Wichtig ist dabei den Führer/Reisepartner gut auszuwählen. Ich persönliche bin oft mit Abdallah und /oder seinen Bruder Masute, einen besonderen Kenner der Südtunesischen Sahara, tagelang durch die Wüste gezogen. Dabei sind wir oft stundenlang schweigend neben einamder gelaufen und haben uns doch bestens verstanden.

In Douz gibt es viele Führer, die aber vor allem die Konsum Bedürfnissse der Touristen stillen wollen (was ja auch legetim ist). Es werden dann Feste Programme mit so genannten Folkloreabende etc angeboten, welche mit dem wahren Wüstenleben wenig gemeinsam. Deshalb sollte sich jeder Wüstenreisende selber im klaren werden was er gerne hat, wo die eigenen Bedürfnisse liegen und sich danach sehr genau seine Reisebegleitung aussucht.

Man sagt den Nomaden in der Wüste einen sechsten Orientierungssinn nach. In Wiorklichkeit orientiert er sich an feinsten geografischen Erinnerungspunkten, weshalb man sich in der laufend veränderten Topografie von sanddünen nur wenige Nomaden antrifft. Überschreitet der Wüstenbewohner seinen Bekanntsheitshorizont, ist seine Orientierung die Sonne, die immer im Osten aufgeht. Trotz GPS und anderer Hilfsmittel habe ich immer noch einen guten alten Kompass dabei, der seit Jahrhunderten auf dem Meer und in der Wüste des Menschen zuverlässigstes Orientierungsgerät ist!!!!

Aktuelles - Actualité-News

Die Ausreisesteuer wurde wieder abgeschaftt.  2.2018

Wir gratulieren dem tunesischen Quartett für nationalen Dialog<zum diesjährigen Freidensnobelpreis.Ein sehr wichtiges Zeichen für das Land auf dem Weg zu einer sicheren Demokratie.        12.9.2017

Aktuelles Reisen in Tunesien:

 

Reisen nach Tunesien sind zur Zeit  möglich. Ich selber komme gerade aus Tunesien und habe die aktuellen Parlamentswahlen verfolgt. Es verlief alles friedlich und im Land herscht eine Aufbruchstimmung!!! Man freut sich das die ersten demokratischen Wahlen gut verlaufen sind und die Extremisten nur eine kleine Minderheit sind!!! Die Bevölkerung  ist politischer geworden und kämpft für die junge Demokratie.

Auch die Infrastruktur und die Wirtschaftslage verbessern sich ganz langsam. Zum Beispiel die Autobhan bis zur LybischenGrenze ist fast fertig. Bis gabe skann sie schon genutzt werden

Das Auswärtige Amt empfiehlt aber Demonstrationen und Menschenaufläufe zu meiden. Insbesondere sollte Tunis und dessen Vororte gemieden werden aufgrund der aktuellen politischen Situation!Eine Reisewarnung gibt es nur für das Grenzgebiet nach Algerien und Libyn. Hier ist mit erhöhtem Anschlags bzw Entführungrisiko zu rechnen. In der Region um Douz gibt es keine Reisewarnung!! Auf Grund des versuchten Anschlages vor einer Hotelanlage in Sousse ist mit verstärkten Polizeikontrollen zu rechnen. Über  die aktuelle Situation sollten man sich immer beim Auswärtigen Amt informieren. Stand 12.2.2018 

 

Trips to Tunisia are currently possible. The foreign Ministry recommends to avoid demonstration and riot. A travel warning is only avaible for the border area after Algeria and Libyn. Here is to be expected with increased attack or kidnapping risk. In the region of Douz  is no travel warning!!! 12.4.2018